Das Social-Media-Syndrom

Verändern soziale Netzwerke das Sozialverhalten?

Luxemburger Wort
Von Simon Gross
28 Jan. 2021

Seit Jahrzehnten beschäftigt Wissenschaftler die Frage, inwieweit digitale Medien das menschliche Miteinander grundlegend verändern. Während es lange Zeit um die steigende Nutzung des Internets am Computer ging, hat sich der Fokus in den letzten 15 Jahren deutlich verschoben. Durch die rasante Verbreitung von Smartphones, Tablets und sprachgesteuerten Assistenten hat die digitale Welt längst den Alltag der Menschen erobert. Mobiles Internet und der Gebrauch von Apps sind so selbstverständlich geworden, dass ein klassischer Computer nicht einmal mehr nötig ist, um in die digitale Welt einzutreten. Sogar über das Fernsehgerät ist inzwischen ohne große Kenntnis ein Zugang zu allen möglichen internetgestützten Angeboten und Dienstleistungen möglich.

Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die sozialen Netzwerke (Facebook, Instagram, Twitter, Whatsapp etc.) ein. Während Suchmaschinen wie Google oder Videoplattformen wie Youtube dazu dienen, Unterhaltung, Inhalte und Wissen schnell finden und konsumieren zu können, geht es bei Social Media außerdem um Kommunikation zwischen den Teilnehmern und den Aufbau von sozialen Netzwerken. Diese werden aktuell von knapp der Hälfte der Weltbevölkerung mehr oder weniger regelmäßig genutzt. Es liegt auf der Hand, dass sich das auch auf das Leben außerhalb der digitalen Welten auswirkt. So verwiesen Neurowissenschaftler wie Baronesse Susan Greeneld oder Manfred Spitzer bereits vor Jahren auf die Gefahr einer „Infantilisierung des sozialen Kontakts“ oder einer „digitalen Demenz“ durch den Gebrauch von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken.

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