Psychologe und Leitungskraft (1994 – 2019)

Aufbau von Wohnstrukturen für Menschen in kritischen Lebenssituationen

Hauptberuflich arbeitete ich in Diekirch (Lux.) von 1994 bis 1999 als Sozialtherapeut im Bereich Obdachlosigkeit und Sucht. Aufgrund meiner gerontologischen Erfahrung war ich weiterhin nebenberuflich bis 1999 als Trainer, Referent und Berater am Aufbau der Altenhilfe in Luxemburg beteiligt. Daneben betreute ich von 1995 bis 2000 im Auftrag der AIDS-Hilfe Trier e.V. Erwachsene, die sich bereits mit HIV infiziert hatten.

2000 ließ ich im Auftrag des Luxemburger Familienministerium ein Wohnheim abreißen. Es wurde durch einen von mir mit entworfenen und eingerichteten Neubau mit zehn Wohnstudios und einem öffentlich zugänglichen Café ersetzt. Die neue Konzeption erleichterte den Zugang für Erwachsene in kritischen Lebenssituationen. Zeitgleich konnte ich ein weiteres Gebäude sanieren lassen, in dem zwei Mitarbeiter und ich bis Ende 2004 junge volljährige, zuvor obdachlose Männer beherbergten und betreuten.

Direktor des Luxemburger Zentrums für Altersfragen (2005 – 1019)

Reinhold Messner und Simon Gross – Luxemburg 2013

Im März 2005 übernahm ich die Leitung des Service RBS, der 2010 durch mein Engagement und der Unterstützung führender deutscher Gerontologen (Andreas Kruse, Ursula Lehr, Rolf D. Hirsch) zum Luxemburger Zentrum für Altersfragen umbenannt wurde. Im Mai 2011 organisierte ich als Abschluss meiner Kampagne Faktor Mensch mit Sabine Asgodom die Veranstaltung “Führen mit S.E.E.L.E.” Anfang 2014 gründete ich eine Forschungseinheit im RBS, die unter anderem von Zukunftsforscher Matthias Horx und wiederum von Andreas Kruse gefördert wurde. Ein zentrales Ziel meiner Arbeit bestand darin, die noch immer defizitär orientierten Altersbilder in der Gesellschaft positiv zu beeinflussen und medienwirksam Menschen bereits ab 50 anzusprechen. Nach 14 Jahren als Direktor beendete ich Anfang 2019 meine Arbeit beim RBS.